projekt Sentieri Ossolani


Die Einsatzdaten 2026 stehen fest


Der erste Einsatz hat vom  3. bis  6. Juni in der Region Ornavasso und im Val Bognanco stattgefunden. Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen konnte in zwei Gruppen an verschiedenen Orten gearbeitet werden.  Die Gruppe "Ornavasso" logierte in Pieve Vergonte und hat zahlreiche Unterhaltsarbeiten  zwischen Migiandone und Forte di Bara ausgeführt.  Die Gruppe "Val Bognanco" logierte in Monteossolano und hat die vor sechs Jahren begonnenen Arbeiten auf der Alpe Lavazzori weitergeführt. Sämtliche Einsätze konnten unfallfrei und zur Zufriedenheit aller abgeschlossen werden. Vielen Dank.

 

Der zweite Einsatz findet vom Montag, 14. bis Samstag, 19. September in der Region Bannio im Azascatal statt. Auch hier gibt es viel zu tun. Evtl. kann sogar am Übergang ins Val Sesio gearbeitet werden. Auch hier folgt das Detailprogramm zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Dieser Einsatz ist bereits ausgebucht.

 

 


Der Wanderweg ist das Ziel

Die sieben Ossolatäler und das Valstrona liegen zwischen dem Simplon und dem Lago Maggiore. Das Valle di Bognanco, das Anzascatal und das Valle Antigorio zählen dazu. Entdeckt man sie zu Fuss, schwankt der Gemütszustand zwischen Begeisterung und Ernüchterung. Die Landschaften sind wunderschön, kulturell und historisch reich; alte, wilde Wege erschliessen sie, Saumpfade, die es zu entdecken gibt. Manche dieser Wege sind allerdings in einem prekären Zustand. Sie sind oft nur schwach markiert, am Verwachsen, von Laub und Geröll bedeckt. Viele werden bald ganz verschwinden und damit ein altes Kulturgut – falls nichts passiert. 

So ist unsere Initiative „Sentieri Ossolani“ (Ossola-Wege) entstanden. Sie steht unter dem Motto: Jammern ist nutzlos, man muss handeln. Die Initiative will die vom Verfall bedrohten Wege nach und nach mit der Hilfe von Freiwilligen instand stellen: gemeinsam mit Partnern vor Ort, insbesondere den Vertretern des Club Alpino Italiano (CAI), die das Vorhaben mittragen. So wollen wir mithelfen, das Wanderwegnetz zu erhalten und besser zugänglich zu machen. Der Weg ist das Ziel: Für einmal trifft die Redewendung voll zu.



Unsere Arbeitseinsätze im 2026

Region Ornavasso und im Val Bognanco, 3. - 6. Juni 2026

 

Hier ein paar Eindrücke.


Gross und klein - jung und alt, haben ein abwechslungsreiches Teilstück der Route über den Monscera-Pass wieder in Stand gestellt und neu markiert. 

Zur gleichen Zeit arbeitete eine zweite Truppe von neun Personen an mehreren Abschnitten im Tocetal zwischen Megolo und Ornavasso. Wir erneuerten den Aufstieg von Teglia zur Alpe Campaccio in der Nähe des Santuario della Madonna d’Oropa von Migiandone. Der Sentiero war völlig verfallen, kaum noch sichtbar; er erstrahlt nun wieder in neuem rotweissem Glanz und ist Teil einer möglichen Rundwanderung in diesem historisch interessanten Gebiet.

Etwas weniger lädiert waren die beiden schönen Verbindungen von der friedlichen Madonna zur Kanone des Forte di Bara, die wir putzten und markierten. Viel Arbeit war nötig, um den Talweg zwischen Anzola d‘Ossola und Megolo instand zu stellen.

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Artikel La Stampa, 20. Okt. 2024
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Unsere Arbeitseinsätze 2023

Einsätze im Juni in Cadarese/Saley und beim Ponte del Orco am Stockalperweg

 

Am Stockalperweg ist der bisher etwas heikle Aufstieg mit weiteren Ketten sicher geworden. In Cadarese konnten wir den zuoberst ebenfalls steilen alten und direkten Aufstieg nach Salècchio inferiore wiederbeleben und dabei auch den Zugang zum kleinen Ort Bigiogno aufwerten. An einem Tag half die Schulklasse des Liceo von Busto Arsizio mit. Am Abend hatte die Walser Dichterin Anna Maria Bacher aus dem Pomatt einen Auftritt. Auch das war ein erfreuliches Experiment.

Einsatz im September

Die erste Gruppe (Daniel, Jürg, Thomas, Adrian, Matthias und Peter) arbeitete vom Rifugio Cortevecchio aus. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten konnten die sechs Sentieristi für einmal ohne einheimische Hilfe in sehr steilem Gelände einen alten Weg zu neuem Leben erwecken. Er verbindet die Schulter unterhalb der Cima delle tre Croci mit der Alp Drosone di fuori und damit Anzola d’Ossola mit dem Rifugio und dem Monte Massone. Die Arbeit war hart. Wir mussten den Weg vollständig neu anlegen. Sie hat sich aber gelohnt, obschon wir nur zur Hälfte fertig wurden. Die Leute vom CAI Gravellona Toce und der tüchtige Hüttenwart haben uns versprochen, sie noch in diesem Monat zu Ende zu führen. Nächstes Jahr soll es dann eine Einweihungsfeier geben. Vedremo. Wir hatten grosses Wetterglück, waren gut untergebracht und arbeiteten in einer wunderbaren Gegend mit atemberaubender Sicht. Am besten war sie am letzten Tag auf dem Monte Massone. Vom Lago Maggiore über den Monte Rosa und das Finsteraarhorn bis zur Bernina liess sich alles blicken, was in der Bergwelt Rang und Namen hat.

 

Von Forno aus, hinten im Val Strona, hat die andere Einsatz-Gruppe gewirkt. Das waren 5 Sentieri-Mitglieder (Silvia, Gabrielle, Res, Peter und Hans-Ruedi) und 2 kundige Männer (Dario und Fabio) vom regionalen Waldbrandschutz. Die Arbeit begann oberhalb Forno, auf der Alpe Cinque Fontane. Zuerst galt es, einen Kilometer Waldweg in Stand zu stellen, wegen Felssturz teilweise neu zu pfaden und auf ganzer Strecke zu markieren. Der Weg sollte via Colma Bella eine bessere Passage ostwärts nach Cortevecchio ermöglichen. Ab 1400 m Höhe wurde das Gelände noch steiler und war mühsam zu bearbeiten. Darum beschränkte sich die Gruppe in diesem zunehmend alpinen Gelände auf das Machbare, vorab auf die gute Markierung.

 

Die Arbeit war streng, aber die Gruppenmoral sehr gut, trotz zwei leichten Knieverletzungen. Wie meistens in Italien, entschädigten Apéro und mehrgängiges, feines Nachtessen (im Albergo Leone) jeden Abend für das Schwitzen des Tages. Am letzten Nachmittag erklommen die Fittesten die Cima di Scaravini – quasi als Dessert und trotz dringender Gefahrenwarnung der Ältesten im Dorf. Amüsant war auch diesmal, wie rasch das halbe Tal Bescheid wusste von der Anwesenheit der Svizzeri. Kommentare von Einheimischen und Zugezogenen: Bravi lavoratori, löblicher Einsatz!


Einsätze seit 2019



Buchtipp


Hier haben wir schon überall Wanderwege wiederbelebt


Aus dem Vereinsalltag

Einige Impressionen von der feierlichen Enthüllung der Ehrenplakette der Gemeinde Varzo für den damaligen Einsatz am Stockalperweg. Sie hat anlässlich der 5. Mitgliederversammlung des Vereins im Oktober 2023 einen würdevollen Platz in der Casa d’Italia gefunden.


Januar 2021: Der wieder freigelegte und markierte Weg in der Dagliano-Schlucht ist nun auch wieder schön markiert! / Regalo di Capodanno: il sentiero sgombro e segnato nella gola del Dagliano è ora di nuovo ben segnalato!

Dezember 2020: Den Weg von der Alpe Pertus durchs Val Dagliano zur Alpe Paione haben wir letztes Jahr schon saniert; jetzt sind noch die Wegweiser dran.



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